Allgemeine Ziele
Das überragende Ziel in
dieser Altersgruppe ist es, Kinder für den
Fußball zu begeistern. Kinder, die den
Fußballsport von Herzen lieben, hören später
nicht auf Fußball zu spielen.
Zurzeit ist es aber immer
noch so, dass über die Hälfte der Kinder, die im
Verein Fußball spielen, später aufhören
(Drop-out).
Die Betreuer müssen daher
alles tun, damit die Kinder möglichst viele
emotional positive Erlebnisse mit dem
Fußballsport verbinden.

Unser Team beim
DFB-Training
Zu
vermeiden sind daher folgende Punkte:
Erwachsenenfussball !
Der Vereinsfußball wird
dominiert von Erwachsenendenken und -handeln.
Die Erlebniswelt und der Erfahrungshintergrund
Erwachsener beeinflusst den Kinderfußball. Im
Trainingsablauf findet ein reduziertes
Erwachsenen- Training statt. Oftmals bestimmt
ein stures Üben wie etwa des Innenseitstoßes in
der Gasse das Bild.
Monotones
Konditionstraining !
Kinder müssen Runden
laufen, obwohl sie doch lieber mit dem Ball
spielen würden.
Erwachsenenspielbetrieb !
Auch der Spielbetrieb wird
von Erwachsenen dominiert und erwachsenengerecht
gestaltet. Kinder müssen möglichst früh an einem
ergebnisorientierten Wettspielbetrieb
teilnehmen. Dabei wird das freie
Straßenfußballspiel der Kinder zum
fremdgesteuerten Spiel der Erwachsenen mit
offensichtlich nachteiligen Auswirkungen für
Kinder.
Ergebnisdenken !
Ergebnisdenken behindert
das freie, ungezwungene Erleben der Kinder.
Kinder genießen den Moment, sie sind insofern
kleine Lebenskünstler, weil sie die
Positiverlebnisse speichern und die
Negativerlebnisse (Niederlagen) schnell
vergessen. Durch den Einfluss Erwachsener
verlagert sich die Begeisterung am Spiel selbst
auf äußere Dinge (z.B. Belohnung), das
Nachbereiten von Niederlagen verhindert das
schnelle Abhaken von Negativerlebnissen. Kinder
verlernen spontan zu erleben und verlieren die
Begeisterung am Fußball. Damit geht die
dauerhafte Faszination Fußball spielen verloren
und wird nach und nach durch kurzfristiges
Ergebnisdenken auch bei den Kindern ersetzt.
Folge: Früher wurde erst mit zehn Jahren
begonnen, heute hören viele Kinder mit zehn
Jahren auf, weil sie keinen Spaß mehr am
Fußballspiel selbst entwickeln können, vor
allem, wenn sie häufiger verlieren.
Zu große
Fremdbestimmung !
Durch zu große
Einflussnahme durch Erwachsene verlieren Kinder
ihre Eigenmotivation. Kinder spielen aus eigenem
Antrieb. Kinder sollen eigenmotiviert Fußball
spielen lernen. Dadurch, dass manche Eltern und
Trainer die Rolle des Antreibers, Vorschreibers
("Spiel den Ball ab!") einnehmen, verlernen die
Kinder ihre Eigenmotivation und neigen dazu, auf
den Antrieb Erwachsener zu warten.